2-1, Deutschland-Türken haben gewonnen
Beiträge / Entegrasyon & Integration
geschrieben von ATP am 19.10.2005, 14:38 Uhr
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Im 17. Länderspiell mit Deutschland im Atatürk-Olympiastadion von Istanbul erzielten Halil Altintop vom 1. FC Kaiserslautern und der erst 17 Jahre alte Dortmunder Nuri Sahin die Treffer zum Sieg. Hamit Altintop (Schalke 04) und Yildiray Bastürk (Hertha BSC Berlin), zwei weitere Bundesliga-Profis halfen dem Sieg der Türkischen Mannschaft. Am Ende haben die Deutschland-Türken mit 2-1 gegen Deutschland gewonnen, so Seref Erkayhan [1] der stellvertr. Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland
Wir haben doppelte Freude, über die Erfolge unseres Herkunftslandes und über die Erfolge der Deutschlandtürken unserer neuen Heimat, so Seref Erkayhan der stellvertr. Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD).
Doch wir würden uns genau so freuen, wenn diese Fußballer auch in der deutschen Nationalelf Fußball spielen könnten und sie zum Sieg führen würden. Dies würde das Gefühl der Zugehörigkeit zu unserer neuen Heimat „Deutschland“ stärken. Das gemeinsame Gefühl, auch der gemeinsame Stolz auf dieses Land ist sehr wichtig für die Integration. Denn sportliche Wettkämpfe demonstrieren die Gleichheit der Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarben und Religionszugehörigkeiten. Derlei Unterschiede werden dort dem gemeinsamen Ziel untergeordnet und verwandeln sich so zu Gemeinsamkeiten, zur Zugehörigkeit zu einer Nation, einem Land.
Doch warum spielen hier geborene, aufgewachsene und vom DFB ausgebildete türkischstämmige deutsche Spieler lieber für die Türkei als für die Bundesrepublik? Ist etwa der späth reagierte DFB schuld, ist es vielleicht die familiäre Bindung der Spieler oder das fehlende Gefühl der Zugehörigkeit zu ihrer neuen Heimat, das Ausländersein? Selbstverständlich spielen all diese Faktoren eine Rolle.
Dass diese Spieler für die Türkische Nationalelf spielen und nicht für die Deutsche, ist ein Ergebnis des späth reformierten und trotzdem immer noch nicht zeitgemäßen deutschen Staatsangehörigkeitsgesetzes. Deutschland braucht ein modernes Staatsangehörigkeitsgesetz, das den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft erleichtert. Und der DFB, sogar der gesamte deutsche Sport, muß sich den Kindern der Migrantenbevölkerung mehr öffnen. Dies könnte der beste Beitrag für die Integration junger Menschen und der Migrantenbevölkerung in die deutsche Gesellschaft sein.
Seref Erkayhan [2]
stellvertr. Bundesvorsitzender
Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD, http://www.tgd.de)
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