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TÜRKISCHE GEMEINDE IN DEUTSCHLAND LEGT EINEN VIER-PUNKTE-PLAN VOR

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geschrieben von ATP am 18.11.2005, 16:01 Uhr

Berlin, 10.11.2005
Zur Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Die Türkische Gemeinde hat auf einer Pressekonferenz abermals auf die präkere Lage auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für Jugendliche mit Migrationshintergrund verwiesen und die Bundesregierung aufgefordert, Maßnahmen zur Eingliederung der Migrantenbevölkerung zu intensivieren.

Hierzu legte die Türkischen Gemeinde in Deutschland einen Vier-Punkte-Plan vor:

1) Interkulturellen Ansatz für vor- und schulische Bildung einführen

Hierzu werden die Bundesländer aufgefordert, die Erzieherausbildung zu intensivieren, Sprachförderung in den Kindertagesstätten realisieren, mehr Ganztagsschulen mit interkultureller Kompetenz einzurichten, die Klassenfrequenzen zu senken, Lehrer/-innen mit Migrationshintergrund einzustellen, die Deutschförderung zu intensivieren, die Förderung der Muttersprache voranzutreiben, die Lehreraus- und fortbildung mit interkulturellem Ansatz einzuführen

2) Nationalen Ausbildungspakt mit der Wirtschaft für Jugendliche mit Migrationshintergrund einrichten

· Die Türkische Gemeinde in Deutschland appelliert an die deutsche Wirtschaft, 10.000 Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Migrationshintergrund zu schaffen. Diese Unternehmen sollen für diese Aufgabe besonders gefördert werden.

· Im Bundeshaushalt sollen Finanzmittel für die Ausbildung von Migrantenjugendlichen gebunden werden.

· Die Türkische Gemeinde in Deutschland fordert eine 10%-Quote bei Einstellungen im öffentlichen Dienst.

3) Eine Bildungsoffensive starten

Die Türkische Gemeinde in Deutschland fordert eine bundesweite Bildungsoffensive. Diese Kampagne sollte die Migranteneltern und deren Organisation einbinden.

4) Kontakte zu Migrantenjugendlichen intensivieren – Partizipationsstrukturen schaffen

· Es sollte ein Gesprächsforum für Jugendliche mit Politikern, Wirtschaftsvertretern und Vorbildern aus der eigenen Community eingerichtet werden.

· Die Bundespolitiker sollten mit Besuchen bei Jugendeinrichtungen und Familien die Sorgen und Nöte der Menschen aus erster Hand mitbekommen.

· Es sollten Integrationszentren für Jugendliche mit interkulturellen Angeboten eingerichtet werden.

· Es ist ein Bundesjugendparlament zu schaffen, an dem Jugendliche unterschiedlicher Herkunft teilnehmen können. Es soll eine Plattform sein, auf der die Sorgen, Nöte und Forderungen der Jugendlichen besprochen werden können.

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